Bildungsauftrag: Strahlentherapie / Chemotherapie


„Strahlentherapie

Vor mehr als 100 Jahren, im Jahre 1895, entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen eine Strahlung, mit der man durch feste Gegenstände, aber auch durch lebende Organismen hindurch sehen konnte. Dies erregte großes Aufsehen, und die „neue“ Strahlenart wurde nach ihrem Entdecker benannt.

Was damals als ungeheure Neuigkeit erschien, ist heute im medizinischen Alltag längst selbstverständliche Routine. Jahrzehntelang hat die Forschung die biologischen Effekte von Strahlen besonders sorgfältig untersucht. Mit Röntgenstrahlen lassen sich in der Medizin Krankheiten feststellen und behandeln. Damit steht auch ein wichtiges und wirksames Instrument für die Behandlung bösartiger Erkrankungen zur Verfügung.

50 bis 60 Prozent aller Krebsbetroffenen erhalten im Laufe ihrer Behandlung eine Strahlentherapie, bei etwa 50 Prozent aller dauerhaften Tumorheilungen ist sie ein Bestandteil der Therapie oder sogar die einzige Behandlungsform. Dennoch stehen viele Menschen dieser wirksamen Behandlung eher ängstlich oder misstrauisch gegenüber. 

Die Strahlentherapie ist das dritte Standbein in der Behandlung von Krebserkrankungen. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich die Forschung intensiv mit dieser Methode befasst. Die Ergebnisse der Mediziner, Biologen und Physiker sorgten dafür, dass sie sich so schnell weiterentwickelte wie kaum ein anderer medizinischer Bereich. Die Entwicklung moderner Bestrahlungsgeräte – sogenannter Linearbeschleuniger – schuf die Voraussetzung dafür, auch in der Tiefe des Körpers gelegene Tumoren bestrahlen zu können. Dabei können Nachbarorgane und auch die Hautoberfläche weitgehend geschont werden. Aber erst die dreidimensionale, computergesteuerte Bestrahlungsplanung ermöglicht den wirksamen Einsatz dieser Technik: Durch bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT), die Kernspintomographie (MR) und die Positronenemissionstomographie (PET) lassen sich der Tumor und die verschiedenen Organe genau darstellen.

Im Gegensatz zu der unten beschriebenen medikamentösen und damit „systemischen“ Therapie wirkt die Strahlentherapie nur im Bereich des Bestrahlungsfeldes (lokal). Dies gilt sowohl für die erwünschte tumorzerstörende Wirkung als auch für die unerwünschten Nebenwirkungen. Für bestimmte Tumoren wurden in den letzten Jahren Möglichkeiten entwickelt, die Vorteile der lokalen und der systemischen Behandlung zu kombinieren. Mit dieser kombinierten Strahlen-Chemo-Therapie lassen sich inzwischen bessere Heilungsraten erzielen als mit einer der genannten Methoden allein.

Die verschiedenen Behandlungsformen bei einer Krebserkrankung sind zum Teil sehr aggressiv und hinterlassen ihre Spuren: Strahlen und Medikamente zum Beispiel schädigen die Krebszellen, sie können aber auch gesunde Zellen angreifen.

Chemotherapie

An erster Stelle ist hier die Chemotherapie zu nennen. Eine Chemotherapie zerstört Zellen, die sich schnell teilen. Die Medikamente (Zytostatika), die dabei zum Einsatz kommen, greifen in die Zellteilung ein. Dadurch hindern sie die Zellen daran, weiter zu wachsen. Der Blutkreislauf verteilt die Medikamente im ganzen Körper (systemische Therapie). Das hat allerdings den Nachteil, dass sie auch gesunde Gewebezellen angreifen, die sich oft teilen. Dazu gehören zum Beispiel die Schleimhaut- und Haarwurzelzellen. Werden gesunde Zellen angegriffen, entstehen Nebenwirkungen.

Zytostatika können einzeln eingesetzt werden (Monotherapie) oder kombiniert in sogenannten Polychemotherapien. Die verwendeten Medikamente sind sehr giftig. Deshalb dürfen sie nur mit größter Sorgfalt eingesetzt und Wirkungen und Nebenwirkungen müssen ständig kontrolliert werden. Nur erfahrene Ärzte sollten ­Chemotherapien durchführen.

Ein Problem bei der Chemotherapie besteht in der sogenannten Resistenzentwicklung: Viele Tumoren verändern sich unter der Behandlung so, dass sie gewissermaßen „immun“ werden. Darüber hinaus ist die Chemotherapie bei manchen Tumoren nur wenig wirksam.

Einige biologische Grundlagen

Im Inneren jeder Zelle befindet sich der Zellkern als „Kommandozentrale“. Hier entscheidet sich, ob und wann sich eine Zelle teilt. Der Zellkern enthält unter anderem auch die Schlüsselsubstanz für die Vererbung, die sogenannte Desoxyribonukleinsäure (DNS). Diese ist in zwei Strängen schraubenförmig angeordnet und enthält sämtliche Erbinformationen.

Bevor sich eine Zelle teilt, muss die DNS eine „Kopie ­ihrer selbst“ anfertigen. Dabei wird die DNS in zwei gleiche „Portionen“ aufgeteilt, die bei der Zellteilung an die beiden neu entstandenen „Tochterzellen“ weitergegeben werden. Zellen haben jedoch für den Fall, dass ihre DNS beschädigt wird, ein eigenes Reparatursystem, das aus speziellen Eiweißstoffen (Enzymen) besteht. Diese können wie eine Schere defekte Stellen aus der DNS ausschneiden und ersetzen. Reparaturvorgänge spielen sich jedoch nicht nur an der DNS ab, sondern auch in der gesamten Zelle. So können Zellen und Gewebe, die geschädigt wurden, schneller wachsen und die Schädigung „ausgleichen“.

Zelleigenes Reparatursystem

Je besser ein Gewebe solche Reparaturen ausführen kann, umso unempfindlicher ist es gegen Strahlen. Oder umgekehrt: Ein Gewebe ist umso strahlenempfindlicher, je weniger gut dieses Reparatursystem funktioniert.

Gesundes Gewebe kann beschädigte Zellen viel besser reparieren als viele Krebszellen. Deshalb schädigen Strahlen den Tumor stärker als die gesunden Organe in seiner Nähe.

Genau diesen Unterschied nutzt die Strahlentherapie: Während sich gesundes Gewebe meist wieder von der Bestrahlung erholt, sind Tumoren oder auch vereinzelte Krebszellen so stark beschädigt, dass sie nicht weiter wachsen beziehungsweise ganz ­zerstört werden. Damit lässt sich unter Umständen auch verhindern, dass Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen entstehen.

Das normale Gewebe erholt sich nach einer gewissen Zeit wieder. Deshalb wird die gesamte Strahlendosis in mehrere „Portionen“ aufgeteilt (Fraktionierung). Nach erfolgreicher Bestrahlung sterben die Tumorzellen ab und werden von körpereigenen Zellen – unter anderem den sogenannten Fresszellen (Makrophagen) – zerlegt und abgeräumt.

Auf die richtige Dosis kommt es an

Die Dosiseinheit in der Strahlentherapie heißt Gray (abgekürzt Gy) nach dem Physiker Louis Harold Gray. Welche Menge benötigt wird, um einen Tumor zu vernichten, richtet sich danach, wie empfindlich er auf Strahlen reagiert. Sie liegt meist zwischen 40 und 70 Gy. Die richtige Gesamtdosis berechnet der behandelnde Radioonkologe vor dem Behandlungsbeginn auf der Basis der Untersuchungsergebnisse, die ihm vorliegen.

Diese Gesamtdosis wird in „Einzelportionen“ aufgeteilt. Diese betragen meist 2 Gy (bei 40 Gy Gesamtdosis wären das also 20 Einzelbestrahlungen), wobei Abweichungen nach oben und unten möglich sind. Prinzipiell gilt: Je kleiner die Einzeldosis, umso verträglicher ist die Therapie und umso ­geringer ist vor allem auch das Risiko, dass bleibende Spätfolgen entstehen.

Ein bildhafter Vergleich soll dies verdeutlichen: Ein Sonnenbad von vielen Stunden verursacht einen schweren Sonnenbrand; geht man dagegen nur für ein paar Minuten in die Sonne, so richtet sie meist keinen Schaden an.

Viele Einzelbestrahlungen sind also keine besonders aggressive Therapie, sondern eine besonders schonende.

Bestrahlung von außen (externe Strahlentherapie)

Die meisten Bestrahlungen erfolgen von außen. Ein spezielles Gerät erzeugt die Strahlung und strahlt sie auf eine vorher festgelegte Körperfläche von außen in das Körperinnere ein.

Meist werden heute sogenannte Linearbeschleuniger verwendet.

Diese erzeugen zwei Arten von Strahlen: ­Ultraharte Röntgenstrahlen (Photonen höherer Energie), die sich vor allem für die Behandlung von Tumoren eignen, die tief im Körper liegen, und negativ geladene Teilchen (Elektronen), die nur wenige Zentimeter tief ins Gewebe eindringen und deshalb besser geeignet sind, um oberflächlich gelegene Krebszellen zu bekämpfen.

Moderne Bestrahlungsgeräte sind technisch äußerst kompliziert. Täglich überprüft ein Medizinphysiker sie, bevor sie in Betrieb genommen werden, und führt umfangreiche Messungen durch. Außerdem haben diese Geräte zahlreiche „Sicherungen“.

So gibt das Gerät die Bestrahlung nur dann frei, wenn alle Einstellungen (etwa Größe des Feldes, Winkel, Bestrahlungszeit) genau mit den geplanten und im Computer gespeicherten Daten übereinstimmen. Bereits bei kleinsten Abweichungen „verweigert“ das Gerät die Bestrahlung.

Mit den modernen Geräten ist es also nahezu unmöglich, „versehentlich falsch“ zu bestrahlen.

Über jede einzelne Bestrahlung wird genau „Buch geführt“, so dass sich auch Jahre später noch alle Einzelheiten genau nachvollziehen lassen.

Die biologische Wirkung der verschiedenen Strahlen herkömmlicher Therapiegeräte ist am Tumor jedoch gleich: Wird die gleiche Strahlendosis aus einem Linearbeschleuniger in eine Gewebestruktur aufgenommen, so erzielt sie den gleichen Effekt in dem jeweils bestrahlten Gebiet.

Radio-Chemotherapie

Bei manchen Tumoren (etwa in der Kopf-Hals-Region, der Lunge, der Speiseröhre und im Enddarm) hat es sich bewährt, die Bestrahlung gleichzeitig mit einer Chemotherapie zu kombinieren.

Dies verstärkt die Wirkung der Strahlentherapie und bessert die Heilungschancen. Bei einer gleichzeitigen (simultanen) Radio-Chemotherapie treten allerdings mehr Nebenwirkungen auf. 

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Wie bereits erwähnt, ist die Strahlentherapie eine örtlich begrenzte Behandlung und wirkt daher in der Regel nur im Bereich des Bestrahlungsfeldes. So fallen die Haare beispielsweise nur aus, wenn der Kopf bestrahlt wird.

Grundsätzlich unterscheidet man akute Nebenwirkungen, das heißt solche, die bereits während der Strahlentherapie auftreten, von Spätreaktionen, die Monate bis Jahre nach der Behandlung eintreten können. Beispiele für akute Nebenwirkungen sind Schleimhautentzündungen im Mund oder in der Speiseröhre, wenn der Kopf-Hals-Bereich bestrahlt wird, Übelkeit oder Durchfälle bei Bestrahlung im Bauchbereich oder Hautrötungen bei Bestrahlung der Brust. Als Spätreaktionen können Hautverfärbungen oder Verhärtungen des Unterhautfettgewebes auftreten.

Solche Nebenwirkungen kommen heute aber immer seltener vor, weil die Bestrahlungsplanung und -technik stetig verbessert und außerdem kleinere und damit verträglichere Einzeldosen verabreicht werden. Ganz vermeiden lassen sie sich leider nicht.

Bösartige Tumoren sind gefährliche Erkrankungen, die unbehandelt nahezu immer zum Tode führen. Die Bekämpfung – oft auch Heilung – solcher Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten wesentlich verbessert worden. Viele Krebsarten lassen sich heute je nach Tumorart und -stadium gut behandeln, und Heilungsraten von 80 Prozent und mehr sind bei Erwachsenen erfreulicherweise keine Seltenheit. Allerdings sind solche Erfolge nur möglich, wenn die Therapie entsprechend konsequent erfolgt.

Strahlentherapie – Vorurteile und Wirklichkeit

Viele Menschen haben Angst vor einer Strahlenbehandlung, weil sie Strahlen für viel schädlicher halten, als sie eigentlich sind. Daraus entwickeln sich unbegründete Vorurteile, die nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Hier folgen die häufigsten Vorurteile gegen Strahlentherapie.

Vorurteil 1: „Radioaktive Verseuchung“

Manche Menschen bringen unwillkürlich Strahlung oder Strahlentherapie mit Radioaktivität in Verbindung und denken dann an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Oft befürchten Angehörige auch, der Betroffene würde radioaktiv verseucht und dann eine Strahlenbelastung für sein Umfeld darstellen. Dies ist nicht der Fall. Die normale Strahlentherapie verwendet keine radioaktiven Strahlen. Deshalb strahlt der Betroffene auch nicht, und es gelangen keine radioaktiven Strahlen in seinen Körper.

Die einzige medizinische Fachrichtung, bei der radioaktive Substanzen eingesetzt und in den Körper aufgenommen werden, ist die Nuklearmedizin – beispielsweise bei der sogenannten Radiojodtherapie von Schilddrüsenerkrankungen. Beim zuvor beschriebenen Afterloadingverfahren kommen zwar radioaktive Stoffe zum Einsatz, diese werden aber nach erfolgter Bestrahlung wieder aus dem Körper entfernt.

Vorurteil 2: „Bestrahlung verursacht Krebs“

Viele Betroffene fragen, ob die Strahlentherapie selbst nicht auch Krebs verursachen kann. Auch hier wird wieder eine therapeutische Bestrahlung mit radioaktiver Strahlung gleichgesetzt. Bei einer Strahlentherapie ist zudem das Strahlenfeld ganz genau begrenzt, und die Strahlendosis konzentriert sich fast ausschließlich nur darauf. Das Risiko, durch eine solche Behandlung – zehn bis 30 Jahre später! – erneut an Krebs zu erkranken, ist damit verschwindend gering – vor allem, wenn man es mit dem Risiko vergleicht, das die Erkrankung selbst für den Betroffenen darstellt. Sprechen Sie Ihren Strahlentherapeuten darauf an.

Vorurteil 3: „Strahlenkater“

Da die Bestrahlung nur dort wirkt, wo sie eingesetzt wird, treten Allgemeinsymptome wie Übelkeit oder Abgeschlagenheit nur relativ selten auf – hauptsächlich dann, wenn große Felder im Bauchbereich bestrahlt werden, was aber heute immer seltener notwendig wird.

Vorurteil 4: „Verbrennung“

Hautreaktionen wie bei einem Sonnenbrand sind aufgrund der heute verwendeten Bestrahlungstechniken eher eine Ausnahme. Sie können jedoch dann auftreten, wenn der Tumor so sitzt, dass die Haut mit einer höheren Dosis behandelt werden muss.

Eine vorangegangene Chemotherapie kann die Hautreaktion verstärken.

Vorurteil 5: „Eingesperrt im Bunker“

Strahlentherapie findet in speziell abgeschirmten Räumen statt; aufgrund bestimmter baulicher Vorschriften befinden sich diese häufig in den unteren Etagen der Klinik. Das Gefühl von Platzangst entsteht während einer Bestrahlung nicht, da der Linearbeschleuniger mit einer gewissen Entfernung (nahezu ein Meter) um den Patienten herumgeführt wird.

Aus Strahlenschutzgründen sind Sie während der einzelnen Sitzungen in dem Bestrahlungsraum ­allein. Dennoch brauchen Sie sich nicht allein gelassen zu fühlen: Über eine Kamera und eine Gegensprechanlage können Sie jederzeit Kontakt mit den medizinisch-technischen Assistent(inn)en oder den Ärzt(inn)en aufnehmen.“

Aus dem Ratgeber der Deutschen Krebshilfe „Strahlentherapie“ (als pdf herunterladen).

Auf der Seite der Krebshilfe (infothek – deutsche Krebshilfe) gibt es auch noch schier unendlich viel Info-Material zum nach Hause bestellen / online abrufen. Bestellung dauert keine zwei Wochen und ist kostenlos 🙂 & ganz wichtig: übersichtliche und ausführliche Erklärungen!

Bis denn 😉✌

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17 Gedanken zu „Bildungsauftrag: Strahlentherapie / Chemotherapie

  1. Bei mir wurde auch nur ein kleiner bereich bestrahlt, dennoch Strahlenkater.- Jaa, keine Strahlung, keine Gefahr…und dennoch müssen die Helferlein den Raum aus Strahlenschutzgründen verlassen. Übrigens, wenn man im Oberkörperbereich bestrahlt wird, hilft, während der Strahlenabgabe, die Luft anzuhalten, so wird das Herz geschützt. Dir alles Gute – glg

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  2. Wow – der Junge ist in die Fachwelt der Onkologen eingetaucht … bravissimo. Ja, das kommt mir alles sehr vertraut vor – leider. Du hast noch jene Tumore vergessen, welche chemoresistent sind – wie z.B. das metastasierende Nierenzellkarzinom (bei meinem Göttergatten). Da werden Medikamente eingesetzt, welche den Gefässwachstum hemmen, um dem Krebs quasi den Saft abzudrehen. Das ist die einzige Chance, diesen Tumor in Schach zu halten – wenn auch mit happigen Nebenwirkungen. Und auf Dauer kann dieses Medikament nicht eingenommen werden, da auch die anderen Gefässe am Wachstum gehemmt werden (und die Wundheilung). Sutent ist DAS Medikament derzeit auf diesem Bereich. Das musste ich zur Vervollständigung Deiner Wahnsinnsabhandlung noch anfügen – will schliesslich auch so tun, als ob ich ne Ahnung hätte 🙂
    Zum Thema Begleitung: Hey – Du bist SOHN!!! Weisst Du, was Du Deinen Eltern antun würdest, wenn Du sie nicht miteinbeziehen würdest? Hast Du echt das Gefühl, dass sie dann weniger leiden würden? Totaler Quatsch. Die haben Dich grossgezogen und gehen mit Sicherheit durch die Hölle – aber wenn sie Dich nicht begleiten dürften, würden sie ganz einfach in der Hölle wohnen bleiben. Das darfst Du nicht mal denken. Eltern sind und bleiben Eltern – ein Leben lang!!! Vergiss das nicht – ich muss sonst vorbei kommen, Dich übers Knie legen und Dir einen Arsch voll Mamagefühl vermitteln! Capito?!

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    • Vielleicht lässt sich mit einer Beratungsstelle noch n bisschen Geld verdienen 😉 hab auch zwei Freunde in deinem Alter, die Krebs hatten. Da bin ich meist mit zu den Arztterminen, weil die immer keine Ahnung von nix hatten. Die hätten ein bisschen was von deinem Elan gebrauchen können 😊

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    • Ich finde die Einbindung von Anderen auch schwierig, zumal man oft das Gefühl hat, dass es zusätzlich Kraft zehrt, weil Menschen, die dich lieben in Anblick deiner persönlichen Katastrophe, oftmals des Trosts bedürfen. Letztlich musst du einen Weg für dich finden, wie es für dich am Besten ist. Du machst es andererseits durch deine Vorgabe dem Krebs und der Behandlung mit einer Mischung aus Distanz, Humor und Sachlichkeit zu begegnen, dem Rest der Welt relativ einfach, dir auf diesem Weg und der Marschroute zu folgen. Deine Ellis möchte ich mal ausnehmen, ich kann als Mama nur ahnen, wie tief es Einen trifft, wenn das Undenkbare in Bezug auf das eigene Kind , Realität wird. Dir und deinen Lieben wünsche ich alle Kraft die es Bedarf, um dir, deinen Bedürfnissen gerecht zu werden.

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